Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
- Erhöhung der Leistungsfähigkeit/Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter
- Verbesserung der Gesundheit(körperlich/mental) der Mitarbeiter
- Steigerung der Zukunftsfähigkeit durch Aktivierung bisher ungenutzter Ressourcen
- Senkung von Fehlzeiten
- Steigerung der Identifikation der Mitarbeiter mit der Organisation
- Verbesserung des Betriebsklimas
- Senkung der Fluktuation (insbesondere der Leistungsträger)
- Bessere Bewältigung von Herausforderungen des demografischen Wandels
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen
- Steigerung der Attraktivität der Organisation als Arbeitgeber/Imagegewinn
- Schaffung einer gesunden Führungs- und Organisationskultur
Gesundheitsmanagement als Erfolgsfaktor
Einleitung
„Organisationen sind nur so gesund, wie die Menschen, die in diesen arbeiten und nur gesunde Organisationen werden dauerhaft bestehen können“
Diesem Zitat zur Folge gelten gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Gesundheit der Beschäftigten wird wiederum maßgeblich durch die Organisation in der sie arbeiten beeinflusst.
Faktoren wie schlechtes Betriebsklima, geringe Entscheidungskompetenz, eine schlechte Arbeitsplatzausstattung, widersprüchliche Anforderungen und mangelnde
Kommunikation/Information beeinträchtigen die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Insbesondere vor dem Hintergrund psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeitszahlen scheint die Ein- bzw. Durchführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) auch in öffentlichen Einrichtungen unumgänglich.
Gesundheit – Eine Definition
Bereits 1946 definierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Begriff Gesundheit als einen „Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein als das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.
Mit der sogenannten „Ottawa-Charta“ aus dem Jahr 1986 erfolgte eine Erweiterung des Gesundheitsbegriffes um die Fähigkeit und Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein wirtschaftlich und sozial aktives Leben führen zu können. Von besonderer Bedeutung ist eine fortschrittliche Perspektive bei der Gesundheit nicht nur als etwas objektiv Feststellbares, sondern auch als subjektiv Erlebtes betrachtet wird. Demnach ist Gesundheit „eine Fähigkeit zur Problemlösung und Gefühlsregulierung durch ein seelisch und körperliches Wohlbefinden, welches durch ein Netzwerk sozialer Beziehungen getragen wird.“
Was ist Gesundheitsmanagement
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement zielt auf die systemische Verbesserung der Arbeitsbedingungen ab.
Das BGM ist demnach, die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten.
Dies führt zu einer gesteigerten Motivation, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsqualität und einem verbesserten Betriebsklima, in deren Folge sich die Gesundheitsquote und die Leistungsbereitschaft erhöhen.
Das Thema „Führung“ spielt eine zentrale Rolle. Zukünftig müssen Führungskräfte zunehmend mitarbeiterorientiert handeln. Die Forderung nach einem anderen Führungsstil mit mehr Handlungsspielräumen, Selbstentfaltung und Entscheidungsteilhabe gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dahinter steht das Bedürfnis der Beschäftigten nach „Anerkannt-Werden-Wollen, Bescheid-Wissen-Wollen und Gefragt-Werden-Wollen“.
Führungskräfteseminare und -coachings sollen ein tieferes Verständnis für diese Zusammenhänge fördern.
Zusammenfassung
Beim BGM handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, in welchem nicht nur das Verhalten der einzelnen Mitarbeiter/-innen sondern auch die Verhältnisse in einer Behörde eine Betrachtung finden. Es hat sich gezeigt, dass die Produktivität aber insbesondere auch die Innovationskraft einer Organisation von gesunden, motivierten und leistungsstarken Mitarbeitern/-innen abhängig ist.
Der Begriff Gesundheit könnte daher „nicht nur als Ergebnis von Entwicklung, sondern selbst als der Motor der Entwicklung“ bezeichnet werden, da durch sie eine Mobilisierung bislang nicht genutzter Ressourcen ermöglicht werden kann.
Demnach handelt es sich beim BGM auch um eine aktive Maßnahme zur Pflege und Optimierung der Ressource Humankapital. Vor diesem Hintergrund müssen der Erhalt sowie die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter/-innen ein erklärtes Ziel der Führungsebene in unserer Behörde sein.
Der notwendige erste Schritt beginnt mit der „Pilotphase Gesundheitsmanagement“.